"Nutzende" – "Kritisierende" – "Forschende": Zum Gebrauch substantivierter Partizipien als genderinklusiver Referenzstrategie

Pluralformen substantivierter Partizipien zur Personenbezeichnung wie Teilnehmendesind genusneutral und werden deshalb zum genderinklusiven Sprachgebrauch empfohlen und genutzt. Es stellt sich jedoch die Frage, ob diese Formen semantisch äquivalent sind mit abgeleiteten Nomina agentis...

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Main Author: Jan Seifert
Format: Article
Language:deu
Published: Universitätsbibliothek Frankfurt am Main 2025-04-01
Series:Zeitschrift für Wortbildung
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Online Access:https://journals.linguistik.de/zwjw/article/view/127/197
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description Pluralformen substantivierter Partizipien zur Personenbezeichnung wie Teilnehmendesind genusneutral und werden deshalb zum genderinklusiven Sprachgebrauch empfohlen und genutzt. Es stellt sich jedoch die Frage, ob diese Formen semantisch äquivalent sind mit abgeleiteten Nomina agentis wie Teilnehmerund ob ihr Gebrauch mit den Regularitäten der deutschen Grammatik kompatibel ist. Umstritten ist insbesondere, ob ihnen eine spezifische aspektuelle Bedeutung zukommt. Zur Klärung dieser Fragen werden in der vorliegenden Studie synchrone und diachrone Daten aus zwei Zeitungskorpora (die tageszeitung, Jahrgänge 2000 und 2022, sowie Mannheimer Korpus Historischer Zeitungen bzw. Zeitschriften 1737–1905) erhoben und quantitativ wie qualitativ analysiert. Der Vergleich zeigt, dass die Partizipien semantisch weitgehend äquivalent mit deverbalen Nomina agentis sind und sie überwiegend zum Ausdruck von Eigenschaften, Gruppenzugehörigkeit und Gewohnheiten gebraucht werden. Festzustellen ist zudem, dass das Muster bereits im 19. Jahrhundert genutzt wurde und keineswegs eine neue Entwicklung ist.
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publishDate 2025-04-01
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spelling doaj-art-fec2abd2195646fda7347db32b8e91cc2025-08-20T02:55:16ZdeuUniversitätsbibliothek Frankfurt am MainZeitschrift für Wortbildung2367-38772025-04-019172117https://doi.org/10.21248/zwjw.2025.1.127"Nutzende" – "Kritisierende" – "Forschende": Zum Gebrauch substantivierter Partizipien als genderinklusiver ReferenzstrategieJan Seifert0Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur-und KulturwissenschaftPluralformen substantivierter Partizipien zur Personenbezeichnung wie Teilnehmendesind genusneutral und werden deshalb zum genderinklusiven Sprachgebrauch empfohlen und genutzt. Es stellt sich jedoch die Frage, ob diese Formen semantisch äquivalent sind mit abgeleiteten Nomina agentis wie Teilnehmerund ob ihr Gebrauch mit den Regularitäten der deutschen Grammatik kompatibel ist. Umstritten ist insbesondere, ob ihnen eine spezifische aspektuelle Bedeutung zukommt. Zur Klärung dieser Fragen werden in der vorliegenden Studie synchrone und diachrone Daten aus zwei Zeitungskorpora (die tageszeitung, Jahrgänge 2000 und 2022, sowie Mannheimer Korpus Historischer Zeitungen bzw. Zeitschriften 1737–1905) erhoben und quantitativ wie qualitativ analysiert. Der Vergleich zeigt, dass die Partizipien semantisch weitgehend äquivalent mit deverbalen Nomina agentis sind und sie überwiegend zum Ausdruck von Eigenschaften, Gruppenzugehörigkeit und Gewohnheiten gebraucht werden. Festzustellen ist zudem, dass das Muster bereits im 19. Jahrhundert genutzt wurde und keineswegs eine neue Entwicklung ist.https://journals.linguistik.de/zwjw/article/view/127/197personenbezeichnungpartizipkonversionnomen agentisgenderinklusive sprachegenderlinguistik
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