Zwischen feministischer Selbstermächtigung und Ausverkauf emotionaler Intimität: Eine qualitative Inhaltsanalyse der deutschen Berichterstattung über OnlyFans von 2020 bis 2023

In den letzten Jahren wurde die Erotik-Plattform OnlyFans in der deutschen Berichterstattung als kontroverses neues Netz-Phänomen thematisiert. Eine qualitative Inhaltsanalyse nach Kuckartz untersuchte daher, wie deutsche Medien die Plattform OnlyFans und deren Anbieter:innen in der Berichterstattun...

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Bibliographic Details
Main Authors: Antonia Wurm, Jeffrey Wimmer
Format: Article
Language:deu
Published: Nomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG 2024-12-01
Series:Studies in Communication, Media
Online Access:https://www.nomos-elibrary.de/10.5771/2192-4007-2024-4-401
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Description
Summary:In den letzten Jahren wurde die Erotik-Plattform OnlyFans in der deutschen Berichterstattung als kontroverses neues Netz-Phänomen thematisiert. Eine qualitative Inhaltsanalyse nach Kuckartz untersuchte daher, wie deutsche Medien die Plattform OnlyFans und deren Anbieter:innen in der Berichterstattung charakterisieren (F1), inwieweit thematische Phasen innerhalb der Berichterstattung vorliegen (F2) und welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten sich zwischen Medien zeigen (F3). Als Grundlage dienen Theorien der Plattformisierung und parasozialen Beziehungen auf sozialen Netzwerkseiten. Insgesamt wurden 65 journalistische Artikel aus dem Zeitraum 01.01.2020 bis 01.06.2023 analysiert. Die Ergebnisse der Analyse zeigen mediale Stereotype von Anbieter:innen als Feministinnen, kapitalistisch oder künstlerisch orientierten Individuen (F1). Es wird ein enger Zusammenhang zwischen Wahl der Darstellungsweise, der politischen Ausrichtung der Medien und den zeitlichen Phasen der Berichterstattung deutlich (F2 und F3).
ISSN:2192-4007