Grenzen für die Entwicklung des Parlamentarismus bei den kleinen Völkern: Die Tschechen im Reichsrat in Wien 1879-1914
Der Problemkreis von Parlamentarismus und kleinen Staaten bzw. kleinen Völkern umfasst eine enorme Bandbreite von Fragen, Kontexten und Sichtweisen. In meinem Beitrag möchte ich die Faktoren thematisieren, die sich limitierend auf die Entwicklung des Parlamentarismus im 19. Jahrhundert auswirkten,...
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| Published: |
Adam Mickiewicz University
2009-12-01
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Der Problemkreis von Parlamentarismus und kleinen Staaten bzw. kleinen Völkern umfasst eine enorme Bandbreite von Fragen, Kontexten und Sichtweisen. In meinem Beitrag möchte ich die Faktoren thematisieren, die sich limitierend auf die Entwicklung des Parlamentarismus im 19. Jahrhundert auswirkten, und dies besonders im Zusammenhang der Beziehungen zwischen dem Zentrum, das heißt dem Reichsrat in Wien, und der Peripherie, die hier durch Böhmen beziehungsweise durch die nationale Gemeinschaft der Tschechen verkörpert wird, die dieses Kronland gemeinsam mit den Deutschböhmen (d.h. mit den Deutschen aus den böhmischen Ländern) bewohnten. Die tschechische Gesellschaft war im 19. Jahrhundert eine kleine nationale Gemeinschaft, die dann im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts eine erfolgreiche kulturelle, soziale, wirtschaftliche und letztlich auch politische Entwicklung durchlief. Am Ende standen die Tschechen als vollwertige moderne europäische Nation da, der nur ein eigener Staat fehlte. Dieses Ziel, das in unterschiedlicher Intensität bereits seit 1848 auftauchte, erreichten die Tschechen erst nach Ende des Ersten Weltkrieges. In meiner Skizze der für die tschechischen Abgeordneten des 19. Jahrhunderts typischen wahlrechtlichen, sozialen und psychomentalen Umstände möchte ich Sie mit den zeitgenössischen Grenzen für die qualitative Entwicklung der Abgeordnetendelegationen kleiner Völker aus den Provinzen inmitten des Habsburgerreiches und damit auch mit den Grenzen des Parlamentarismus allgemein vertraut machen.
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