Metapher als Sicherung – ist Wartung notwendig oder reinigt sich das System selbst?

Eine funktionalistische Auffassung von Metaphern als Denkhilfe beinhaltet nicht nur Aspekte der Anschaulichkeit und Bequemlichkeit als Abkürzung rationalistischer Argumentationswege. Metaphern bilden durch die Rückbindung an außersprachliche Wirklichkeit wichtige zu den sprachlich semantischen und...

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Bibliographic Details
Main Author: Ann Cotten
Format: Article
Language:deu
Published: Universität Salzburg 2025-08-01
Series:Zeitschrift für Praktische Philosophie
Subjects:
Online Access:https://www.praktische-philosophie.org/zfpp/article/view/616
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Description
Summary:Eine funktionalistische Auffassung von Metaphern als Denkhilfe beinhaltet nicht nur Aspekte der Anschaulichkeit und Bequemlichkeit als Abkürzung rationalistischer Argumentationswege. Metaphern bilden durch die Rückbindung an außersprachliche Wirklichkeit wichtige zu den sprachlich semantischen und assoziativen Verbindungen komplementäre Verbindlichkeiten, die als Potential des Plausibilitätsabgleichs (reality check) kulturelle Transfers, Übersetzungen und Epochenwechsel überdauern können. Einen Sonderfall, bei dem Konservierung und Gebrauch zusammenfallen, bilden kapselartige Formen, vom Sprachgeschichtsforscher Yanabu Akira mit dem Begriff „Kassetteneffekt“ bezeichnet, die eine verständnislose Benutzung bei Konservierung der enthaltenen Potentiale ermöglichen. 
ISSN:2409-9961