Das phänomen der angst im kontext religiöser bildung. Politische und bildungstheoretische überlegungen zur emotion der angst im kontext religiöser bildungsprozesse

Der Beitrag ist in den größeren Horizont des emotionalen Lernens im Kontext religiöser Bildung eingeordnet. Entgegen einer Privatisierung von Emotionen ist es ein bleibendes Desiderat, diese verstärkt auch in Verknüpfung mit Rationalitätsansprüchen (Woher kommen diese Emotionen? Welche Wirkungen ha...

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Main Author: David Novakovits
Format: Article
Language:English
Published: Universidade Católica Portuguesa, Faculdade de Teologia 2025-07-01
Series:Ephata
Subjects:
Online Access:https://revistas.ucp.pt/index.php/ephata/article/view/17861
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Description
Summary:Der Beitrag ist in den größeren Horizont des emotionalen Lernens im Kontext religiöser Bildung eingeordnet. Entgegen einer Privatisierung von Emotionen ist es ein bleibendes Desiderat, diese verstärkt auch in Verknüpfung mit Rationalitätsansprüchen (Woher kommen diese Emotionen? Welche Wirkungen haben sie auf die Einzelnen und die Gesellschaft?) für Bildungsprozesse in den Blick zu nehmen. Der Beitrag versucht, dies aus religionspädagogischer Perspektive auf die grundlegende Emotion der Angst zu leisten. Dabei liegt das Hauptziel darin, die Bildungsrelevanz und den Bildungsgehalt einer Auseinandersetzung mit der Emotion der Angst im Kontext religiöser Bildung herauszuarbeiten. Dazu wird eine Kartografie gegenwärtiger Ängste in den Erfahrungsfeldern der Gegenwart entworfen und untersucht, welche theologischen Ressourcen zur Gestaltung religiöser Lernprozesse in Resonanz zu diesem Erfahrungsfeld hilfreich sein können. Der Artikel entwickelt aus religionspädagogischer Perspektive einen Argumentationsgang, der religiöses Lernen nicht auf bloße Ich-Stärkung der Subjekte ausrichtet und damit implizit Angstfreiheit als pädagogischen Fluchtpunkt hat, sondern der Gründe dafür entwickelt, warum aus demokratiepolitischen Einsichten ein Leben gerade mit Phänomenen von Negativität – wie eben Ängste sie darstellen – kultiviert und in emanzipatorischer Hinsicht befragt und erforscht werden sollten.
ISSN:2184-5778
2795-4900