Form ohne Inhalt Das deutsche Vokalsystem vor dem Hintergrund des Vokalismus slawischer Sprachen
Dass man im Deutschen fast alle Vokale zu Paaren ordnet, lässt sich phonetisch nicht rechtfertigen, weder mit dem Begriff der Quantitätskorrelation noch damit, dass sie im selben Sektor des Vokaltrapezes lokalisiert oder ihre Formanten einander sehr nahe seien, weder damit, dass sie ein Prozess der...
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| Main Author: | |
|---|---|
| Format: | Article |
| Language: | deu |
| Published: |
University of Zadar, Department of German studies
2025-04-01
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| Series: | Germanistica Euromediterrae |
| Online Access: | https://morepress.unizd.hr/journals/index.php/gem/article/view/2875 |
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|---|---|
| author | Klaus Schricht |
| author_facet | Klaus Schricht |
| author_sort | Klaus Schricht |
| collection | DOAJ |
| description | Dass man im Deutschen fast alle Vokale zu Paaren ordnet, lässt sich
phonetisch nicht rechtfertigen, weder mit dem Begriff der Quantitätskorrelation
noch damit, dass sie im selben Sektor des Vokaltrapezes lokalisiert
oder ihre Formanten einander sehr nahe seien, weder damit,
dass sie ein Prozess der Mittenzentralisierung koppele noch damit,
dass der eine Partner eine abgeschwächte Form des anderen darstelle.
Im Gegensatz zu einer Reihe von slawischen und anderen Sprachen
gibt es im Deutschen keine solchen Paare. Dass man die Vokale trotzdem
so ordnet, ist ein Skriptizismus: Es liegt allein daran, dass die
Schrift sowie die lateinische Grammatik die Auffassung vom Vokalsystem
von Anfang an geprägt haben. |
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| issn | 2671-0862 2718-2207 |
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| publishDate | 2025-04-01 |
| publisher | University of Zadar, Department of German studies |
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| series | Germanistica Euromediterrae |
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