Séparation des produits de fission

Die Rückstände von der Aufarbeitung nuklearer Brennstoffe stellen einen bedeutenden Vorrat von radioaktiven Produkten dar, der mit der Zahl der in Betrieb genommenen Reaktoren immer größer werden wird. Die Möglichkeit einer Verwendung dieser Strahlungsreserve hat zu zahlreichen Studien über die ver...

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Bibliographic Details
Main Author: A. Raggenbass
Format: Article
Language:deu
Published: Swiss Chemical Society 1960-07-01
Series:CHIMIA
Online Access:https://www.chimia.ch/chimia/article/view/8110
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Description
Summary:Die Rückstände von der Aufarbeitung nuklearer Brennstoffe stellen einen bedeutenden Vorrat von radioaktiven Produkten dar, der mit der Zahl der in Betrieb genommenen Reaktoren immer größer werden wird. Die Möglichkeit einer Verwendung dieser Strahlungsreserve hat zu zahlreichen Studien über die verschiedenen Kernspaltungsprodukte in diesen Rückstandslösungen geführt. Ihre charakteristischen Eigenschaften, wie Art der Strahlung, Zerfallsperiode, chemische Eigenschaften usw., ergeben in der Tat die verschiedensten Verwendungsmöglichkeiten:  Caesium 137 : Gammagraphie, Teletherapie, industrielle Verwertung der γ-Strahlung (Polymerisation, Vernetzung). Strontium 90: Dicken-Eichmasse. Promethium 147 : Phosphoreszierende Produkte, elektrische Batterien. Krypton 85: Beleuchtungskörper. Cerium 144: Wärmequellen.  Es wurden deshalb Trennungsmethoden für diese verschiedenen Produkte ausgearbeitet und Installationen entwickelt, die erlauben, intensive Strahlenquellen unter dem notwendigen Strahlenschutz für Mensch und Material zu handhaben. Die hier freiwerdenden, sehr beträchtlichen Strahlungsenergien stellen auch den Chemiker vor neue Probleme, wie das der Zerstörung der Reagenzien und Lösungsmittel, die Phänomene der Oxydo-Reduktion und andere mehr. Diese radioaktiven Produkte kommen in der Mehrzahl in Form versiegelter Strahlungsquellen zur Anwendung, deren Herstellung, Kontrolle und Handhabung gewisse technologische Voraussetzungen erfordern. Die Entwicklungspläne für die Gewinnung nuklearer Energie lassen voraussehen, daß in nicht allzuferner Zeit außerordentlich große Mengen von Kernspaltungsprodukten vorhanden sein werden, die in nicht zu unterschätzender Weise auf die Gestehungskosten der Kernenergie einwirken werden (Lagerung, Konditionierung). Schon jetzt existieren Schätzungen, die eine Behandlung der sich aus Lagerung und Verbrauch solcher Produkte ergebenden Probleme auf weite Sicht erlauben.
ISSN:0009-4293
2673-2424