Ressourcen zum Umgang mit Belastungen in inklusiven Settings präventiv stärken - Evaluationsergebnisse eines Seminars im Grundschullehramtsstudium

Bereits während des Studiums sind Lehramtsstudierende in Praktika von beruflichen Anforderungen durch heterogene Klassen betroffen. Deswegen ist eine Professionalisierung schon in der ersten Phase der Lehrerbildung für den Umgang mit diesen Anforderungen in inklusiven Settings dringend notwendig. D...

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Main Authors: Victoria Wiederseiner, Sabine Martschinke
Format: Article
Language:deu
Published: Prof. Dr. Dieter Katzenbach, Prof. Dr. Michael Urban 2024-12-01
Series:Qualifizierung für Inklusion
Subjects:
Online Access:https://www.qfi-oz.de/index.php/inklusion/article/view/155
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description Bereits während des Studiums sind Lehramtsstudierende in Praktika von beruflichen Anforderungen durch heterogene Klassen betroffen. Deswegen ist eine Professionalisierung schon in der ersten Phase der Lehrerbildung für den Umgang mit diesen Anforderungen in inklusiven Settings dringend notwendig. Dazu wurde ein praxisnahes Seminar mit Situations- und Problemlöseorientierung unter Einbezug der Perspektiven der zweiten und dritten Phase der Lehrerbildung entwickelt. Das Seminar vereint dabei verschiedene Merkmale von erfolgreichen Lehrveranstaltungen (z. B. Fallorientierung) und wird auf mehreren Zielebenen (Lernnutzen, Weiterentwicklung der Kompetenzselbsteinschätzungen und Transferwirkung) evaluiert. Die Ergebnisse zeigen in einem Prä-Post-Vergleichsgruppendesign im Mixed-Methods-Ansatz, dass die Studierenden der Interventionsgruppe (N= 63) den Lernnutzen und die Transferwirkung des Seminars hoch einschätzen und sich die Kompetenzselbsteinschätzungen günstig entwickeln. Eine einfaktorielle MANOVA verdeutlicht zudem signifikante Unterschiede der Prä-Post-Differenzwerte zwischen der Interventions- und der Vergleichsgruppe (N= 44) in der inklusionsbezogenen Selbstwirksamkeit, in der sozialen Unterstützung und im wahrgenommenen Belastungserleben. Besonders die selbstregulativen Fähigkeiten und die soziale Unterstützung werden von den Studierenden der Interventionsgruppe als bedeutsame Ressourcen im Umgang mit den wahrgenommenen Belastungen eingeschätzt. Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund der Professionalisierung von angehenden Lehrkräften und der Implementierung im Lehramtsstudium diskutiert. Abstract During their studies, student teachers are already affected by the stress caused by heterogeneous classes. Therefore, early professionalisation is necessary in the first phase of teacher education to deal with stress. For this purpose, a practice-oriented seminar with a situational and problem-solving orientation was developed, taking into account the perspectives of the second and third phase of teacher education. The seminar combines various characteristics of successful courses (e.g., case-orientation) and is evaluated on several target levels (learning benefit, further development of competence self-assessments and transfer effect). The evaluation results show in a pre-post comparison group design in a mixed-methods approach that the students in the intervention group (N= 63) rate the learning benefits and the transfer effect highly and that the competence self-assessments develop favourably. A one-factor MANOVA also illustrates significant differences in the pre-post difference scores between the intervention and control groups (N= 44) in inclusion-related self-efficacy, social support and the experience of stress. Especially the self-regulatory abilities and the ways of support are assessed by the intervention group as significant resources for dealing with stress. The results are discussed against the background of the evaluation criteria and the implementation in the first phase of teacher education.
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