Streunen, Sammeln und Erzählen. Formen kindlicher Raumaneignung bei Erich Kästner und Georg Klein

In Kinder- und Jugendliteratur erobern Protagonisten ihre Umgebung oft durch Bewegung. Sie markieren ihr Territorium, kürzen ab, entdecken unbekannte Orte und lassen andere unbeachtet. Sie lesen aber auch Spuren, machen Pläne und entspinnen dabei scheinbar ganz nebenbei eigene, sinngebende Narrativ...

Full description

Saved in:
Bibliographic Details
Main Author: Caroline Merkel
Format: Article
Language:deu
Published: Föreningen Tidskriften Moderna språk 2021-07-01
Series:Moderna Språk
Subjects:
Online Access:https://publicera.kb.se/mosp/article/view/6880
Tags: Add Tag
No Tags, Be the first to tag this record!
Description
Summary:In Kinder- und Jugendliteratur erobern Protagonisten ihre Umgebung oft durch Bewegung. Sie markieren ihr Territorium, kürzen ab, entdecken unbekannte Orte und lassen andere unbeachtet. Sie lesen aber auch Spuren, machen Pläne und entspinnen dabei scheinbar ganz nebenbei eigene, sinngebende Narrative für ihre Abenteuer und für ihre Umgebung. An den Beispielen Walter Benjamin, Erich Kästner und Georg Klein zeigt dieser Artikel, wie im Spannungsfeld von Bewegung und Erzählen in literarischen Texten Räume entstehen. Streunen und Erzählen erweisen sich dabei als kindliche Techniken, um die Welt der Erwachsenen für sich neu zu ordnen, zu gestalten und ihr einen eigenen Sinn zuzuschreiben. Urbanes Wissen wird gesammelt, weitererzählt, übersetzt und zu einer eigenen, kindlichen Sinnhaftigkeit zusammengefügt.
ISSN:2000-3560