Voice Messaging: eine Methode zur prozessbegleitenden Erfassung digitaler Praktiken

In diesem Artikel stellen wir das Erhebungsverfahren Voice Messaging vor. Der Name dieser Methode stammt von der zentralen Technik, dass Fragen in einem Forschungsprojekt per Sprachnachricht beantwortet werden. So können prozessbegleitend qualitative Daten und narrative Darstellungen erhoben werden,...

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Main Authors: Annika Becker, Marcus Eckelt, Frank Kleemann, Inga Külpmann
Format: Article
Language:deu
Published: FQS 2025-05-01
Series:Forum: Qualitative Social Research
Subjects:
Online Access:https://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/article/view/4235
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author Annika Becker
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description In diesem Artikel stellen wir das Erhebungsverfahren Voice Messaging vor. Der Name dieser Methode stammt von der zentralen Technik, dass Fragen in einem Forschungsprojekt per Sprachnachricht beantwortet werden. So können prozessbegleitend qualitative Daten und narrative Darstellungen erhoben werden, die Einblick in subjektive Sichtweisen von Befragten geben. Im Beitrag werden zunächst Erhebungsmöglichkeiten zur Erfassung raum-zeitlich disparater Praktiken erörtert und die notwendige Entwicklung eines neuen Erhebungsansatzes herausgestellt. Exemplarisch wird der Einsatz von Voice Messaging anhand einer durchgeführten Studie im Feld digitaler Plattformarbeit (Crowdwork) dargestellt und reflektiert. Auf dieser Basis werden Hinweise zur Umsetzung der Methode und möglichen Auswertung der Daten gegeben. Die generierten Voice Messages werden bzgl. spezifischer Charakteristika, unterschiedlicher Erhebungskontexte und verschiedener Qualitäten der sprachlichen Darstellungen (Strukturierungs- und Detaillierungsgrade) diskutiert. Außerdem wird das Datenmaterial mit qualitativen Interviews verglichen und unter methodologischen Gesichtspunkten verhandelt. Abschließend werden Adaptionsmöglichkeiten und Anwendungen der Methode in anderen Kontexten besprochen.
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