Archäologische Forschungen auf dem Schlachtfeld von Grunwald/Tannenberg (1410)

Der Artikel erzählt die Geschichte der archäologischen Forschungen, die in den Jahren 1959-1990 an einigen Stellen auf dem Schlachtfeld von Grunwald (1410) – in Deutschland die Schlacht von Tannenberg (1410) genannt – durchgeführt wurden. Die längsten und ausführlichsten von ihnen betrafen die Ruin...

Full description

Saved in:
Bibliographic Details
Main Author: Romuald Odoj
Format: Article
Language:deu
Published: Institute of Archaeology and Ethnology Polish Academy of Sciences 2014-01-01
Series:Fasciculi Archaeologiae Historicae
Subjects:
Online Access:https://journals.iaepan.pl/fah/article/view/1473
Tags: Add Tag
No Tags, Be the first to tag this record!
Description
Summary:Der Artikel erzählt die Geschichte der archäologischen Forschungen, die in den Jahren 1959-1990 an einigen Stellen auf dem Schlachtfeld von Grunwald (1410) – in Deutschland die Schlacht von Tannenberg (1410) genannt – durchgeführt wurden. Die längsten und ausführlichsten von ihnen betrafen die Ruine der Kapelle. Die schon ein halbes Jahr nach der Schlacht von Heinrich von Plauen, dem Nachfolger des im Kampf gefallenen Hochmeisters Ulrich von Jungingen errichtete hölzerne Kapelle wurde im nächsten Krieg 1414 verbrannt. Die danach aufgebaute Kapelle aus gemauerten Steinen verfiel ein Jahrhundert später, als die Reformation mit der Säkularisierung des Deutschen Ordens in Preußen eingeführt wurde. Bei den Ausgrabungen der Ruine fand man Gräber mit Skeletten von Gefallenen der Schlacht. Die Toten waren alle ausgeraubt worden, in einigen Skelettteilen entdeckte man Armbrustbolzen. Manche Schädel und Knochen wiesen Verletzungen auf, die als tödlich zu bezeichnen sind. Unweit der Kapelle in südlicher Richtung entdeckte man Reste von Siedlung mit unterkellerten Wohnhäusern (für die Priester). Bemerkenswert war die Entdeckung eines Ofens aus Ziegeln, eines hypocaustum
ISSN:0860-0007
2719-7069