Redaktionsarbeit zwischen Struktur und Handlung. Eine Anwendung des methodologischen Situationismus auf Interaktionsprozesse in der ZDF-heute- Redaktion

Die Kommunikationswissenschaft betrachtet Medienstrukturen oft als Gegensatz zu individuellen Handlungen. Obwohl verschiedene theoretische Ansätze beide Ebenen zu verbinden versuchen, tut sich die Forschung nach wie vor schwer, empirisch aufzuzeigen, wann und wie die Dynamik des sozialen Miteinander...

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Main Authors: Mirco Liefke, Matthias Künzler
Format: Article
Language:deu
Published: Nomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG 2025-05-01
Series:Medien & Kommunikationswissenschaft
Online Access:https://www.nomos-elibrary.de/10.5771/1615-634X-2025-2-157
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Matthias Künzler
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description Die Kommunikationswissenschaft betrachtet Medienstrukturen oft als Gegensatz zu individuellen Handlungen. Obwohl verschiedene theoretische Ansätze beide Ebenen zu verbinden versuchen, tut sich die Forschung nach wie vor schwer, empirisch aufzuzeigen, wann und wie die Dynamik des sozialen Miteinanders durch Strukturen geprägt ist und welche Rolle das Handeln Einzelner dabei spielt. Dieser Beitrag zielt darauf ab, diese methodologische Lücke durch die ethnografische Beobachtung von Handlungssituationen zu schließen, um auf dieser Grundlage zu analysieren, wie, wann und wo Strukturen für Medienschaffende in ihrem Handeln relevant werden. Unser Vorgehen basiert dementsprechend auf dem „methodologischen Situationismus“, der besonders geeignet ist, die Interaktion von Teilnehmenden in spezifischen Handlungskontexten ethnografisch in den Blick zu nehmen und die situative Relevanz von Strukturen empirisch sichtbar zu machen. Anhand dreier Fallbeispiele aus Redaktionssitzungen der ZDF-heute-Nachrichten zeigen wir auf, wie redaktionelle Entscheidungen getroffen werden und welche strukturellen und individuellen Einflüsse dabei Wirksamkeit entfalten. Unsere Ergebnisse verdeutlichen, dass die situativen Kontexte und die darin eingebetteten kollektiven Interpretationen der Teilnehmenden bestimmen, wann strukturelle Einflüsse dominieren, unter welchen Umständen sie ihre Wirksamkeit verlieren oder umgangen werden können.
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