Arbeitszeitfragmentierung und Work-Life-Balance - Zeitliche Belastungen im Spannungsfeld von Geschlecht und Elternschaft

Der Beitrag untersucht die Verbreitung von Arbeitszeitfragmentierung in Deutschland und die Zusammenhänge zwischen Arbeitszeitfragmentierung, Zeit- oder Leistungsdruck, Arbeitszeit, Ruhezeit und Work-Life-Balance. Zudem wird die besondere Rolle von Geschlecht und Elternschaft bei diesen Zusammenhän...

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Main Authors: Nils Backhaus, Yvonne Lott
Format: Article
Language:deu
Published: University of Fribourg - Division of Sociology, Social Work and Social Policy 2025-06-01
Series:sozialpolitik.ch
Subjects:
Online Access:https://www.sozialpolitik.ch/article/view/7038
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author Nils Backhaus
Yvonne Lott
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description Der Beitrag untersucht die Verbreitung von Arbeitszeitfragmentierung in Deutschland und die Zusammenhänge zwischen Arbeitszeitfragmentierung, Zeit- oder Leistungsdruck, Arbeitszeit, Ruhezeit und Work-Life-Balance. Zudem wird die besondere Rolle von Geschlecht und Elternschaft bei diesen Zusammenhängen beleuchtet. Die Datengrundlage der Untersuchung bildet die BAuA-Arbeitszeitbefragung mit den Wellen 2019 (6206 ≤ n ≤ 6309) und 2021 (12.864 ≤ n ≤ 13.123). Arbeitszeitfragmentierung wird als mehrstündige Unterbrechung der Arbeit mit Weiterarbeiten in den Abendstunden operationalisiert. Die Ergebnisse deuten auf Zusammenhänge zwischen Arbeitszeitfragmentierung und hohem Zeit- oder Leistungsdruck, längeren tatsächlichen Wochenarbeitszeiten, häufigerem Auftreten von kurzen Ruhezeiten und einer geringeren Zufriedenheit mit der Work-Life-Balance hin. Geschlechterunterschiede bei der Fragmentierung der Arbeitszeit zeigen sich insbesondere bei der Zufriedenheit mit der Work-Life-Balance. Intersektionale Unterschiede werden nur bei der Korrelation zwischen wöchentlichen Arbeitsstunden und Arbeitszeitfragmentierung festgestellt. Fragmentierte Arbeitszeiten sind mit längeren wöchentlichen Arbeitsstunden für kinderlose Frauen, Männer und Väter verbunden, jedoch nicht für Mütter.
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institution Kabale University
issn 2297-8224
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publishDate 2025-06-01
publisher University of Fribourg - Division of Sociology, Social Work and Social Policy
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spelling doaj-art-82abfea8e1844031a43dcc8f345a6fd42025-08-20T03:45:16ZdeuUniversity of Fribourg - Division of Sociology, Social Work and Social Policysozialpolitik.ch2297-82242025-06-011/202510.18753/2297-8224-7038Arbeitszeitfragmentierung und Work-Life-Balance - Zeitliche Belastungen im Spannungsfeld von Geschlecht und ElternschaftNils Backhaus0Yvonne Lott1Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut der Hans-Böckler Stiftung Der Beitrag untersucht die Verbreitung von Arbeitszeitfragmentierung in Deutschland und die Zusammenhänge zwischen Arbeitszeitfragmentierung, Zeit- oder Leistungsdruck, Arbeitszeit, Ruhezeit und Work-Life-Balance. Zudem wird die besondere Rolle von Geschlecht und Elternschaft bei diesen Zusammenhängen beleuchtet. Die Datengrundlage der Untersuchung bildet die BAuA-Arbeitszeitbefragung mit den Wellen 2019 (6206 ≤ n ≤ 6309) und 2021 (12.864 ≤ n ≤ 13.123). Arbeitszeitfragmentierung wird als mehrstündige Unterbrechung der Arbeit mit Weiterarbeiten in den Abendstunden operationalisiert. Die Ergebnisse deuten auf Zusammenhänge zwischen Arbeitszeitfragmentierung und hohem Zeit- oder Leistungsdruck, längeren tatsächlichen Wochenarbeitszeiten, häufigerem Auftreten von kurzen Ruhezeiten und einer geringeren Zufriedenheit mit der Work-Life-Balance hin. Geschlechterunterschiede bei der Fragmentierung der Arbeitszeit zeigen sich insbesondere bei der Zufriedenheit mit der Work-Life-Balance. Intersektionale Unterschiede werden nur bei der Korrelation zwischen wöchentlichen Arbeitsstunden und Arbeitszeitfragmentierung festgestellt. Fragmentierte Arbeitszeiten sind mit längeren wöchentlichen Arbeitsstunden für kinderlose Frauen, Männer und Väter verbunden, jedoch nicht für Mütter. https://www.sozialpolitik.ch/article/view/7038ArbeitszeitArbeitszeitfragmentierungZeit- oder LeistungsdruckGeschlechtElternschaft
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