Pflanzengesundheitliche Schlaglichter auf internationaler und nationaler Ebene seit der Einführung des EU-Binnenmarktes bis heute

Der internationale Pflanzenhandel und der Tourismus sowie die Auswirkungen des Klimawandels erhöhen das Risiko der Einschleppung gebietsfremder Pflanzenschadorganismen, die nachfolgend hohe Schäden verursachen können. Schon Ende des 19. Jahrhunderts erkannten viele Staaten, dass den Risiken des Pfl...

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Main Authors: Bernhard Carl Schäfer, Magdalene Pietsch, Ernst Pfeilstetter
Format: Article
Language:deu
Published: Julius Kühn-Institut 2024-11-01
Series:Journal für Kulturpflanzen
Subjects:
Online Access:https://ojs.openagrar.de/index.php/Kulturpflanzenjournal/article/view/17679
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Magdalene Pietsch
Ernst Pfeilstetter
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description Der internationale Pflanzenhandel und der Tourismus sowie die Auswirkungen des Klimawandels erhöhen das Risiko der Einschleppung gebietsfremder Pflanzenschadorganismen, die nachfolgend hohe Schäden verursachen können. Schon Ende des 19. Jahrhunderts erkannten viele Staaten, dass den Risiken des Pflanzenhandels zweckmäßigerweise durch eine internationale Kooperation begegnet werden muss. Als wirksam erwiesen sich insbesondere gesetzliche Regelungen wie Einfuhrverbote, spezifische Einfuhranforderungen sowie behördliche Überwachung der Erzeugung, der Einfuhr und des Verbringens von Pflanzen und Pflanzenerzeugnissen. Das Internationale Pflanzenschutzübereinkommen (IPPC) definiert den rechtlich-fachlichen Rahmen für pflanzengesundheitliche Regelungen und ist damit auch Grundlage der Rechtsetzung der Europäischen Union und seiner Mitgliedstaaten. Die EU-Vorschriften zur Verhinderung der Ein- und Verschleppung von Quarantäneschadorganismen wurden durch die Einführung des Binnenmarktes in 1993 und durch Weiterentwicklungen in den Jahren 2016 bis 2019 umfassend harmonisiert und durch vielfältige zusätzliche Elemente effizienter gestaltet. Impulse zur Verbesserung der Rechtsgrundlagen gingen insbesondere vom starken Wachstum des internationalen Pflanzenhandels und Reiseverkehrs, der Entwicklung des IPPC sowie der Evaluierung der Wirksamkeit der pflanzengesundheitlichen Regelungen nach Etablierung des Binnenmarktes aus. Dieser Beitrag beleuchtet sowohl bedeutsame Einschleppungen von Quarantäneschadorganismen als auch wichtige Fortschritte auf dem Weg zur Etablierung der derzeit gültigen Gegenmaßnahmen. Insbesondere für die letzten 30 Jahre werden die Anpassungen der Regelungen und Standards sowie die Zusammenarbeit der in der Pflanzengesundheit tätigen Organisationen auf nationaler, EU und internationaler Ebene erläutert.
format Article
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institution OA Journals
issn 1867-0911
1867-0938
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publishDate 2024-11-01
publisher Julius Kühn-Institut
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spelling doaj-art-795ff1be0ebd4bfe9af91af587b033a32025-08-20T02:32:53ZdeuJulius Kühn-InstitutJournal für Kulturpflanzen1867-09111867-09382024-11-01760210.5073/JfK.2024.02.02Pflanzengesundheitliche Schlaglichter auf internationaler und nationaler Ebene seit der Einführung des EU-Binnenmarktes bis heuteBernhard Carl Schäfer0Magdalene Pietsch1Ernst Pfeilstetter2Julius Kühn-Institut (JKI), Institut für nationale und internationale Angelegenheiten der Pflanzengesundheit, Braunschweig.Julius Kühn-Institut (JKI), Institut für nationale und internationale Angelegenheiten der Pflanzengesundheit, Braunschweig.Julius Kühn-Institut (JKI), Institut für nationale und internationale Angelegenheiten der Pflanzengesundheit, Braunschweig. Der internationale Pflanzenhandel und der Tourismus sowie die Auswirkungen des Klimawandels erhöhen das Risiko der Einschleppung gebietsfremder Pflanzenschadorganismen, die nachfolgend hohe Schäden verursachen können. Schon Ende des 19. Jahrhunderts erkannten viele Staaten, dass den Risiken des Pflanzenhandels zweckmäßigerweise durch eine internationale Kooperation begegnet werden muss. Als wirksam erwiesen sich insbesondere gesetzliche Regelungen wie Einfuhrverbote, spezifische Einfuhranforderungen sowie behördliche Überwachung der Erzeugung, der Einfuhr und des Verbringens von Pflanzen und Pflanzenerzeugnissen. Das Internationale Pflanzenschutzübereinkommen (IPPC) definiert den rechtlich-fachlichen Rahmen für pflanzengesundheitliche Regelungen und ist damit auch Grundlage der Rechtsetzung der Europäischen Union und seiner Mitgliedstaaten. Die EU-Vorschriften zur Verhinderung der Ein- und Verschleppung von Quarantäneschadorganismen wurden durch die Einführung des Binnenmarktes in 1993 und durch Weiterentwicklungen in den Jahren 2016 bis 2019 umfassend harmonisiert und durch vielfältige zusätzliche Elemente effizienter gestaltet. Impulse zur Verbesserung der Rechtsgrundlagen gingen insbesondere vom starken Wachstum des internationalen Pflanzenhandels und Reiseverkehrs, der Entwicklung des IPPC sowie der Evaluierung der Wirksamkeit der pflanzengesundheitlichen Regelungen nach Etablierung des Binnenmarktes aus. Dieser Beitrag beleuchtet sowohl bedeutsame Einschleppungen von Quarantäneschadorganismen als auch wichtige Fortschritte auf dem Weg zur Etablierung der derzeit gültigen Gegenmaßnahmen. Insbesondere für die letzten 30 Jahre werden die Anpassungen der Regelungen und Standards sowie die Zusammenarbeit der in der Pflanzengesundheit tätigen Organisationen auf nationaler, EU und internationaler Ebene erläutert. https://ojs.openagrar.de/index.php/Kulturpflanzenjournal/article/view/17679Internationaler PflanzenhandelRegelungen und StandardsQuarantäneschadorganismenEuropäische Union (EU)Pflanzenschutzorganisation für Europa und den Mittelmeerraum (EPPO)Internationales Pflanzenschutzübereinkommen (IPPC)
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