Künstliche Intelligenz in der Bildung: Chancen, Risiken und (De-)Regulierung?

Abstract Der Aufsatz von Christian Filk und Daniel Tramp setzt sich kritisch mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in Bildungsprozessen auseinander. Zwei konträre Positionen stehen sich gegenüber: Während Barbara Sabitzer, Corinna Hörmann und Lisa Kuka (2024a) KI als Instrument zur In...

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Main Authors: Christian Filk, Daniel Tramp
Format: Article
Language:deu
Published: Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung 2025-03-01
Series:Medienimpulse
Subjects:
Online Access:https://journals.univie.ac.at/index.php/mp/article/view/9270
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Description
Summary:Abstract Der Aufsatz von Christian Filk und Daniel Tramp setzt sich kritisch mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in Bildungsprozessen auseinander. Zwei konträre Positionen stehen sich gegenüber: Während Barbara Sabitzer, Corinna Hörmann und Lisa Kuka (2024a) KI als Instrument zur Individualisierung und Effizienzsteigerung betrachten, warnt Christian Swertz (2024) vor epistemischer Fremdbestimmung und technokratischer Standardisierung. Filk und Tramp analysieren diese Debatte aus einer emanzipatorischen medienbildungswissenschaftlichen Perspektive. Sie plädieren für eine reflektierte KI-Bildung, die über bloße Funktionalität hinausgeht und KI als diskursives Machtinstrument betrachtet. Drei zentrale Aspekte stehen dabei im Fokus: die kritische Reflexion algorithmischer Entscheidungsprozesse, die Förderung technischer und ethischer Kompetenz sowie die partizipative Einbindung Lernender in die Gestaltung von KI-Anwendungen. Der Beitrag argumentiert für eine KI-Bildung, die die Mündigkeit der Lernenden stärkt und einer Standardisierung entgegenwirkt. Eine Demokratisierung des KI-Wissens sowie eine kritische Medienbildung sind unerlässlich, um die Balance zwischen den Potenzialen und Risiken von KI zu wahren und eine unreflektierte Abhängigkeit von algorithmischen Strukturen zu vermeiden.
ISSN:2307-3187