Bildung angesichts des ungewissen Ausgangs

Zusammenfassung Im vorliegenden Beitrag werden programmatische Texte zur Erwachsenenbildung daraufhin untersucht, wie in ihnen Lernen zur andauernden ökologischen Krise ins Verhältnis gesetzt wird. Als Heuristik dient dabei ein zeitliches Modell von Krisen, in dem diese als Situationen definiert sin...

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Bibliographic Details
Main Author: Jörg Dinkelaker
Format: Article
Language:deu
Published: SpringerOpen 2025-05-01
Series:Zeitschrift für Weiterbildungsforschung - Report
Subjects:
Online Access:https://doi.org/10.1007/s40955-025-00315-2
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Description
Summary:Zusammenfassung Im vorliegenden Beitrag werden programmatische Texte zur Erwachsenenbildung daraufhin untersucht, wie in ihnen Lernen zur andauernden ökologischen Krise ins Verhältnis gesetzt wird. Als Heuristik dient dabei ein zeitliches Modell von Krisen, in dem diese als Situationen definiert sind, deren positiver Ausgang gefährdet und darüber hinaus ungewiss ist. Im Horizont dieses Modells werden drei Arten der Relationierung von Lernen zum Ende der Krise voneinander unterschieden und anhand exemplarischer Texte erläutert. Während in Thematisierungen eines Lernens für die Krise die Erfahrung vergangener Krisen zum Ausgangspunkt einer Vorbereitung auf zukünftige Krisen werden soll, wird beim Lernen gegen die Krise versucht, den positiven Ausgang der akuten Krise durch gezielte Veränderungen im Denken und Handeln herbeizuführen. Lernen durch die Krise hat dagegen die Erfahrung eine Scheiterns angesichts der Krise zum Ausgangspunkt, aus der heraus sich Neues ergibt. Die hier vorgeschlagene Unterscheidung kann als Heuristik für empirische Analysen der Ausrichtung von Angeboten der Erwachsenenbildung herangezogen werden und darüber hinaus zur Verständigung über deren zukünftige Gestaltung beitragen.
ISSN:2364-0014
2364-0022