Die Rolle der Eltern in der Schulbildung: Fokusgruppen als Instrument zur Reflexion gesellschaftlicher Erwartungen und individueller Wahrnehmungen
In diesem Artikel beschäftige ich mich damit, wie Eltern ihre Rolle in der Sekundarschulbildung wahrnehmen. Angesichts hoher Bildungserwartungen herrscht bei den meisten zunehmender Druck, ihre Kinder zuhause schulisch zu unterstützen. Um die Dynamik zwischen sozialen Rollenerwartungen und individu...
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| Main Author: | |
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| Format: | Article |
| Language: | deu |
| Published: |
FQS
2025-05-01
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| Series: | Forum: Qualitative Social Research |
| Subjects: | |
| Online Access: | https://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/article/view/4198 |
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| Summary: | In diesem Artikel beschäftige ich mich damit, wie Eltern ihre Rolle in der Sekundarschulbildung wahrnehmen. Angesichts hoher Bildungserwartungen herrscht bei den meisten zunehmender Druck, ihre Kinder zuhause schulisch zu unterstützen. Um die Dynamik zwischen sozialen Rollenerwartungen und individuellen Wahrnehmungen aus der Elternperspektive zu untersuchen, habe ich aus einer deutschen Fokusgruppenstudie (N=25) Daten von drei Müttern mit unterschiedlichen Familien- und Bildungshintergründen ausgewählt. Zusätzlich zur Grounded-Theory-Methodologie entschied ich mich für eine methodologische Triangulation, indem ich theoretische Konzepte des symbolischen Interaktionismus einbezog. Unabhängig von individuellen Lebensumständen hatten alle Mütter hohe Rollenerwartungen verinnerlicht. Sie unterschieden sich aber in ihrer Wahrnehmung, diese erfüllen zu können. Rollenkonflikte wurden vor allem dann beschrieben, wenn es ihnen an Wissen und sozialen Ressourcen mangelte. In diesen Fällen waren die Väter sowie Lehrpersonen unterstützend, um schulische Herausforderungen adäquat zu bewältigen. Die Mütter zogen es aber vor, Lernschwierigkeiten selbst zu lösen, bevor sie außerfamiliäre Kontakte fragten. Diesbezüglich muss reflektiert werden, inwiefern das Elternverhalten auf ein distanziertes Verhältnis zur Schule oder auf eine misstrauische Haltung gegenüber Lehrpersonen zurückzuführen ist. Schließlich wurde deutlich, dass die Kommunikation mit Lehrpersonen das elterliche Wohlbefinden und die Selbsteinschätzung, das Kind zuhause angemessen zu unterstützen, stärken kann.
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| ISSN: | 1438-5627 |