Der Gebrauch der Modalverben in juristischen Texten Eine deutsch-kroatische Fallstudie

In Mittelpunkt dieser Fallstudie steht der Gebrauch der Modalverben als Ausdrucksmittel der objektiven Modalität. Gegenstand der Untersuchung sind die Vorschriften aus dem deutschen Steuerrecht zur Ausstellung von Rechnungen und die entsprechenden Vorschriften des kroatischen Mehrwertsteuergesetzes...

Full description

Saved in:
Bibliographic Details
Main Authors: Geriena Karačić, Žaklina Radoš
Format: Article
Language:deu
Published: University of Zadar, Department of German studies 2025-04-01
Series:Germanistica Euromediterrae
Online Access:https://morepress.unizd.hr/journals/index.php/gem/article/view/3621
Tags: Add Tag
No Tags, Be the first to tag this record!
Description
Summary:In Mittelpunkt dieser Fallstudie steht der Gebrauch der Modalverben als Ausdrucksmittel der objektiven Modalität. Gegenstand der Untersuchung sind die Vorschriften aus dem deutschen Steuerrecht zur Ausstellung von Rechnungen und die entsprechenden Vorschriften des kroatischen Mehrwertsteuergesetzes. Der deutsche sowie der kroatische Normtext wurden zuerst quantitativ analysiert und anschließend einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2015) unterzogen. Die Frequenzanalyse belegt, dass das Modalverb können am häufigsten im deutschen Text vorkommt und das Modalverb morati (müssen) im kroatischen Text. Außerdem wurde festgestellt, dass im deutschen Text fast genauso viele Modalverben wie Modalitätsverben und Konstruktionen mit „sein/ haben + Infinitiv“ und „verpflichtet sein + zu + Infinitiv“ vorkommen. Im kroatischen Text hingegen überwiegen die Modalverben, wobei die Konstruktion „je obvezan“ (ist verpflichtet) im Verhältnis zu den Modalverben nur einen Anteil von einem Viertel hat. Die Ergebnisse dieser Fallstudie dienen als Anregung zu umfangreicheren Analysen an weiteren Texten des Steuerrechts in der deutschen und kroatischen Sprache.
ISSN:2671-0862
2718-2207