Relevanzsetzungen von Geschlecht in der Kindertageseinrichtung – theoretische und empirische Perspektiven

In frühpädagogischen Debatten wird Geschlecht in der Regel als Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen thematisiert. Eine Perspektive auf Geschlechterdifferenz lässt sich beispielsweise für Studien und die elementarpädagogischen Bildungspläne nachzeichnen. Angenommene Differenzen bilden somit die A...

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Bibliographic Details
Main Author: Melanie Kubandt
Format: Article
Language:deu
Published: Verlag Barbara Budrich 2016-09-01
Series:Gender
Subjects:
Online Access:https://doi.org/10.3224/gender.v8i3.06
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Description
Summary:In frühpädagogischen Debatten wird Geschlecht in der Regel als Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen thematisiert. Eine Perspektive auf Geschlechterdifferenz lässt sich beispielsweise für Studien und die elementarpädagogischen Bildungspläne nachzeichnen. Angenommene Differenzen bilden somit die Ausgangsfolie, an die normative Setzungen von dem, wie Geschlecht verhandelt werden sollte, anknüpfen, ohne dass zugrunde gelegte Vorannahmen fundiert werden. Welche Relevanzen die Akteur_innen in Kindertageseinrichtungen selbst mit Geschlecht verbinden, ist hingegen kaum erforscht. Hierzu wird eine qualitativ-rekonstruktive Studie zu doing gender in einer Kindertageseinrichtung vorgestellt, die Fachkräfte, Kinder und Eltern mittels teilnehmender Beobachtung ethnographisch untersucht hat. Auf der Basis empirischer Ergebnisse zu Geschlechterkonstruktionen von Kindern und Fachkräften, die vermeintlich geschlechterneutral agieren, werden Leerstellen frühpädagogischer Geschlechterdebatten aufgezeigt.
ISSN:1868-7245
2196-4467