The God who does not save Spiritual paths through illness and vulnerabilityin John of the Cross and Dietrich Bonhoeffer
Dieser Artikel befasst sich mit dem Thema der Verletzlichkeit und der körperlichen und geistigen Krankheit als einem möglichen Weg zu einer spirituellen Reise. Es wird eine pointierte Analyse der Begriffe „dunkle Nacht“ bei Johannes vom Kreuz und „Ohnmacht Gottes“ bei Dietrich Bonhoeffer vorgeschlag...
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| Main Author: | |
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| Format: | Article |
| Language: | deu |
| Published: |
Karl Franzens-Universität Graz
2024-11-01
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| Series: | Limina |
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| Online Access: | https://resolver.obvsg.at/urn:nbn:at:at-ubg:4-59728 |
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| author | Sutera, Deborah |
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| description | Dieser Artikel befasst sich mit dem Thema der Verletzlichkeit und der körperlichen und geistigen Krankheit als einem möglichen Weg zu einer spirituellen Reise. Es wird eine pointierte Analyse der Begriffe „dunkle Nacht“ bei Johannes vom Kreuz und „Ohnmacht Gottes“ bei Dietrich Bonhoeffer vorgeschlagen, wobei eine spezifisch theologische Korrelation zwischen den beiden Begriffen festgestellt wird. Gestützt auf eine theologischzeitgenössische Hermeneutik wird der Begriff der „dunklen Nacht“ aus der Perspektive eines „passiven Zulassens“ Gottes interpretiert. In diesem Sinne bedeuten Schmerz, physische und psychische Krankheit und die Verletzlichkeit des Menschen den Eintritt in eine schreckliche „Dunkelheit“, die nicht aktiv gewollt, sondern unerklärlicherweise von Gott zugelassen wird. Durch ein solches „nächtliches Geschehen“ offenbart sich Gott dem Menschen in seiner ganzen Passivität und Ohnmacht: Er ist nicht der rettende Gott, dem man auf dem Weg des Schmerzes und der Nacht begegnet, und auch nicht – wie der lutherische Theologe Bonhoeffer sagen würde – der „Lückenbüßer“ – Gott. In der Nacht des psycho-physischen Schmerzes begegnen Mann und Frau vielmehr „dem Gott, der nicht rettet“. Gottes passives Zulassen ist eine Offenbarung seiner eigenen „Schwäche“. Aber in dieser Passivität kann man auf wunderbare Weise eine göttliche Aktivität in extremis erleben. Durch die schreckliche Erfahrung der Verletzlichkeit und körperlicher und geistiger Krankheit erhalten Männer und Frauen die Möglichkeit, auf geheimnisvolle Weise die dunkle Nähe Gottes zu erfahren und sich gerade durch ihre Hilflosigkeit von ihm getröstet und gerettet zu fühlen. |
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| issn | 2617-1953 |
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| publishDate | 2024-11-01 |
| publisher | Karl Franzens-Universität Graz |
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| series | Limina |
| spelling | doaj-art-2d7e163d191a437994fd2f12e0970aec2025-08-20T02:34:39ZdeuKarl Franzens-Universität GrazLimina2617-19532024-11-01Jahrgang 7 (2024)Heft 2;10.25364/17.7:2024.2.9AC17359607The God who does not save Spiritual paths through illness and vulnerabilityin John of the Cross and Dietrich BonhoefferSutera, DeborahDieser Artikel befasst sich mit dem Thema der Verletzlichkeit und der körperlichen und geistigen Krankheit als einem möglichen Weg zu einer spirituellen Reise. Es wird eine pointierte Analyse der Begriffe „dunkle Nacht“ bei Johannes vom Kreuz und „Ohnmacht Gottes“ bei Dietrich Bonhoeffer vorgeschlagen, wobei eine spezifisch theologische Korrelation zwischen den beiden Begriffen festgestellt wird. Gestützt auf eine theologischzeitgenössische Hermeneutik wird der Begriff der „dunklen Nacht“ aus der Perspektive eines „passiven Zulassens“ Gottes interpretiert. In diesem Sinne bedeuten Schmerz, physische und psychische Krankheit und die Verletzlichkeit des Menschen den Eintritt in eine schreckliche „Dunkelheit“, die nicht aktiv gewollt, sondern unerklärlicherweise von Gott zugelassen wird. Durch ein solches „nächtliches Geschehen“ offenbart sich Gott dem Menschen in seiner ganzen Passivität und Ohnmacht: Er ist nicht der rettende Gott, dem man auf dem Weg des Schmerzes und der Nacht begegnet, und auch nicht – wie der lutherische Theologe Bonhoeffer sagen würde – der „Lückenbüßer“ – Gott. In der Nacht des psycho-physischen Schmerzes begegnen Mann und Frau vielmehr „dem Gott, der nicht rettet“. Gottes passives Zulassen ist eine Offenbarung seiner eigenen „Schwäche“. Aber in dieser Passivität kann man auf wunderbare Weise eine göttliche Aktivität in extremis erleben. Durch die schreckliche Erfahrung der Verletzlichkeit und körperlicher und geistiger Krankheit erhalten Männer und Frauen die Möglichkeit, auf geheimnisvolle Weise die dunkle Nähe Gottes zu erfahren und sich gerade durch ihre Hilflosigkeit von ihm getröstet und gerettet zu fühlen.https://resolver.obvsg.at/urn:nbn:at:at-ubg:4-59728dark nightpowerlessness of godsicknesshierophany |
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