Die Dejaneira des Sophokles
Errandonea (Sofocles, 1958, p. 165-225) meint, daß die liebevolle Dejaneira der „Trachinierinnen" für das athenische Publikum unannehmbar gewesen wäre; darum sucht er zu beweisen, daß die sophoklische Dejaneira auch eine böse Männermörderin (wenn auch gut maskiert) ist. Die Argumente Errandonea...
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| Main Author: | |
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| Format: | Article |
| Language: | deu |
| Published: |
Vilnius University Press
1974-09-01
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| Series: | Literatūra (Vilnius) |
| Subjects: | |
| Online Access: | https://www.journals.vu.lt/literatura/article/view/42186 |
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| Summary: | Errandonea (Sofocles, 1958, p. 165-225) meint, daß die liebevolle Dejaneira der „Trachinierinnen" für das athenische Publikum unannehmbar gewesen wäre; darum sucht er zu beweisen, daß die sophoklische Dejaneira auch eine böse Männermörderin (wenn auch gut maskiert) ist. Die Argumente Errandoneas sind nicht haltbar, denn: 1) es gab verschiedenartige moralische Interpretationen derselben mythischen Ereignisse und das athenische Publikum war sich an die idealisierten Gestalten der sophokleischen Heroen schon gewöhnt; und 2) alle handelnden Personen des Dramas (Herakles ausgenommen) sind überzeugt, daß Dejaneira unschuldig ist; ihre Unschuldigkeit wird auch durch den Selbstmord bewiesen.
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| ISSN: | 0258-0802 1648-1143 |