Dimensionen von Modellierkompetenz: Eine Analyse der Verhältnisse zwischen Modelliermetawissen, Modellierpraktiken und Modellierprodukt

Das Modellieren ist zentraler Bestandteil naturwissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung und die Entwicklung von Modellier-kompetenz wird als ein bedeutendes Ziel naturwissenschaftlicher Bildung definiert. Von angehenden Lehrkräften naturwissen-schaftlicher Fächer wird erwartet, dass sie im Laufe ihre...

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Main Authors: Kim Eleni Lobner, Moritz Krell
Format: Article
Language:deu
Published: Bielefeld University 2025-05-01
Series:Zeitschrift für Didaktik der Biologie - Biologie Lehren und Lernen
Subjects:
Online Access:https://zdb.uni-bielefeld.de/index.php/zdb/article/view/7359
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Description
Summary:Das Modellieren ist zentraler Bestandteil naturwissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung und die Entwicklung von Modellier-kompetenz wird als ein bedeutendes Ziel naturwissenschaftlicher Bildung definiert. Von angehenden Lehrkräften naturwissen-schaftlicher Fächer wird erwartet, dass sie im Laufe ihrer Ausbildung eine ausgeprägte Modellierkompetenz entwickeln. Die Modellierkompetenz wird in drei Dimensionen unterteilt: Modelliermetawissen, Modellierpraktiken und Modellier¬produkt. Während die einzelnen Dimensionen hinreichend erforscht sind, sind die Zusammenhänge zwischen ihnen bislang wenig unter-sucht. In diesem Projekt werden daher die Zusammenhänge zwischen den Modellierkompetenzdimensionen im Kontext der naturwissenschaftlichen Lehrkräftebildung untersucht. Die Studie wird in einem quasi-experimentellen Design durchgeführt, wobei quantitative und qualitative Methoden zur Erfassung von Modelliermetawissen, der Umsetzung von Modellier¬praktiken sowie der Genauigkeit und Erklärungskraft der entwickelten Modelle integriert werden. Das Sampling basiert auf einem mehr-stufigen, absichtsvollen Stichprobenplan: Ddas Modelliermetawissen wird bei angehenden Biologie¬lehrkräften erfasst und von diesen basierend auf ihren Antworten (nN = 50) zur Teilnahme an einer digitalen Modellierungsaufgabe ausgewählt. Hier modellieren die Teilnehmenden ein biologisches Phänomen zur Enzymaktivität, wobei ihre Modellier¬praktiken sowie die Genau-igkeit und Erklärungskraft des entwickelten Modells erfasst und bewertet werden. Anschließend wird das Modelliermetawissen der Teilnehmenden sowie der Kontrollgruppe, die die digitale Modellierung nicht durchführt, noch einmal erfasst. Die Daten werden hinsichtlich der Zusammenhänge zwischen den drei Modellierkompetenzdimensionen qualitativ und quantitativ analy-siert. Damit liefert diese Studie theoretisches Wissen über das Verhältnis der drei konstituierenden Dimensionen von Modellier-kompetenz. Der Artikel stellt das Studiendesign sowie den aktuellen Stand des Projekts vor.
ISSN:2627-7255