„Wir sind nie Individuen gewesen“: Zur Verflechtung von Symbiose, Spezies und ‚Race‘ in Donna Haraways Fortsetzungsgeschichten
Ausgehend von der Kritik am Metanarrativ des Anthropozäns als eine vergeschlechtlichte Heldenerzählung, zielt der Artikel auf eine kritische Analyse von Donna Haraways „Fortsetzungsgeschichten“. Als eine spekulative Denk- und Erzählweise, die Wissenschaft, Science-Fiction und feministische Theorie m...
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| Format: | Article |
| Language: | deu |
| Published: |
Verlag Barbara Budrich
2025-06-01
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| Series: | Gender |
| Subjects: | |
| Online Access: | https://doi.org/10.3224/gender.v17i2.07 |
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| Summary: | Ausgehend von der Kritik am Metanarrativ des Anthropozäns als eine vergeschlechtlichte Heldenerzählung, zielt der Artikel auf eine kritische Analyse von Donna Haraways „Fortsetzungsgeschichten“. Als eine spekulative Denk- und Erzählweise, die Wissenschaft, Science-Fiction und feministische Theorie miteinander verwebt, handeln Fortsetzungsgeschichten von responsablen Lebensweisen und Subjektivitäten, die trotz gewaltvoller Verhältnisse fortdauern. Über eine begriffliche Auseinandersetzung mit „Camilles Geschichten“ wird erstens herausgearbeitet, dass Haraways Konzepte der „Sympoiesis“ und des „Mit-Werdens“ nicht nur den Raum für ein Verständnis wechselseitiger artenübergreifender Abhängigkeit vor dem Hintergrund der gegenwärtigen sozial-ökologischen Verheerungen eröffnen, sondern auch mit einem rassialisierten Subjektbegriff brechen. Zweitens wird aus einer antirassistischfeministischen Perspektive aufgezeigt, dass Haraways Rückgriff auf Lynn Margulis’ Begriff der Symbiose dabei jedoch Gefahr läuft, die rassistische Imagination einer verbotenen „Rassenmischung“ von Zellen zu übernehmen und damit die historische Verflechtung von ‚Race‘ und Spezies fortzuschreiben. |
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| ISSN: | 1868-7245 2196-4467 |