Emotive Suffigierung im spanischsprachigen Comic

Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit pragmatischen Funktionen von Diminutivsuffixen im argentinischen Comic Mafalda des Zeichners Joaquín Salvador Lavado Tejón (Quino). Als Zeichen der gesprochenen Umgangssprache finden sich Diminutive häufig in der Nähesprache bzw. im schriftsprachlichen B...

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Main Author: Lea Kreiner
Format: Article
Language:deu
Published: Beate Kern / María Teresa Laorden Albendea / Joris Lehnert 2023-06-01
Series:apropos [Perspektiven auf die Romania]
Subjects:
Online Access:https://journals.sub.uni-hamburg.de/apropos/article/view/2104
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description Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit pragmatischen Funktionen von Diminutivsuffixen im argentinischen Comic Mafalda des Zeichners Joaquín Salvador Lavado Tejón (Quino). Als Zeichen der gesprochenen Umgangssprache finden sich Diminutive häufig in der Nähesprache bzw. im schriftsprachlichen Bereich in der sog. fingierten Mündlichkeit. Besonders in Comics begegnet man dieser besonderen Form der graphischen Realisierung konzeptioneller Mündlichkeit (Koch & Oesterreicher 22011). Aus Perspektive der Diminutivforschung sprechen zudem diverse soziolinguistische Aspekte für die Auswahl von Mafalda als Analysegegenstand. Hinzu kommt, dass bislang nur wenige Untersuchungen zur fingierten Mündlichkeit in spanischsprachigen Comics vorliegen. Aus diesem Grund befasst sich der vorliegende Beitrag eingehend mit der Analyse der einzelnen Lesarten der Suffixe. Die textnahe Interpretation der Diminutive zeigt eine Mehrzahl meliorativer Verwendungsweisen, was mit dem ausschließlichen Gebrauch des in Argentinien präferierten und vorwiegend positiv konnotierten Suffixes ‑ito im Einklang steht. I.d.R. besteht eine Kombination aus objektiv diminuierender und affektiver Lesart, was sich v.a. durch außersprachliche Faktoren ergibt. Zu einer typischen Sprechweise im Umgang mit Kindern fügt sich auch die Feststellung einer dominierenden Verwendung der Suffixe zum Ausdruck von Zuneigung bzw. Vertrautheit.
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institution Kabale University
issn 2627-3446
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publishDate 2023-06-01
publisher Beate Kern / María Teresa Laorden Albendea / Joris Lehnert
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series apropos [Perspektiven auf die Romania]
spelling doaj-art-08980d4d6d4e42c2b513da9a4ac9315a2025-08-20T03:34:25ZdeuBeate Kern / María Teresa Laorden Albendea / Joris Lehnertapropos [Perspektiven auf die Romania]2627-34462023-06-011010.15460/apropos.10.2104Emotive Suffigierung im spanischsprachigen ComicLea Kreiner0Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit pragmatischen Funktionen von Diminutivsuffixen im argentinischen Comic Mafalda des Zeichners Joaquín Salvador Lavado Tejón (Quino). Als Zeichen der gesprochenen Umgangssprache finden sich Diminutive häufig in der Nähesprache bzw. im schriftsprachlichen Bereich in der sog. fingierten Mündlichkeit. Besonders in Comics begegnet man dieser besonderen Form der graphischen Realisierung konzeptioneller Mündlichkeit (Koch & Oesterreicher 22011). Aus Perspektive der Diminutivforschung sprechen zudem diverse soziolinguistische Aspekte für die Auswahl von Mafalda als Analysegegenstand. Hinzu kommt, dass bislang nur wenige Untersuchungen zur fingierten Mündlichkeit in spanischsprachigen Comics vorliegen. Aus diesem Grund befasst sich der vorliegende Beitrag eingehend mit der Analyse der einzelnen Lesarten der Suffixe. Die textnahe Interpretation der Diminutive zeigt eine Mehrzahl meliorativer Verwendungsweisen, was mit dem ausschließlichen Gebrauch des in Argentinien präferierten und vorwiegend positiv konnotierten Suffixes ‑ito im Einklang steht. I.d.R. besteht eine Kombination aus objektiv diminuierender und affektiver Lesart, was sich v.a. durch außersprachliche Faktoren ergibt. Zu einer typischen Sprechweise im Umgang mit Kindern fügt sich auch die Feststellung einer dominierenden Verwendung der Suffixe zum Ausdruck von Zuneigung bzw. Vertrautheit. https://journals.sub.uni-hamburg.de/apropos/article/view/2104DiminutivComicSpanischMafaldaKorpusanalyse
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